kalter kaffee
Oktober 15, 2008
die musik, die ertönt ist in vergessenheit geraten.
wie alles andere von damals auch.
manchmal frage ich mich, was mich nur geritten hat und im selben moment kann ich mir das lachen nicht verkneifen. thekenwasserspritzen, nicht zu vergessen der wunderbare vvs ausweis und der erste der uns DORT freundlich begrüßte.
sie hat mir ein buch geschenkt, buch ist der falsche begriff, es ist mehr erinnerung zum durchblättern.
ich komme mir vor als wäre ich eine alte dame im schaukelstuhl die ihren enkeln etwas vorliest, wenn ich so dasitze und mir die bilder ansehe.
es scheint alles schon so lang her zusein.
in der zwischenzeit ist soviel passiert, wir wurden aus unserer traumwelt gerissen und in die realität verfrachtet.
damals war zeit eben zeit, heute ist zeit etwas besonderes und sehr seltenes.
in der ganzen erinnerung habe ich auch seinen ordner geöffnet, und all die wärme kam zum vorschein. dabei war es seine absicht kalt zu sein.
und wenn man ersteinmal eine geschichte, die in vergessenheit geraten war auspackt findet man immer wieder eine verbindung im alltag.
dir laufen dinge über den weg die du mit dieser geschichte in verbindung bringst.
und aufeinmal bist du wieder mittendrin, all die erinnerungen die in einen ordner gepackt wurden kommen hervor und überrumpeln dich.
doch ich trauer nicht, denn ich weiß, dass ich etwas geschafft habe, dass andere nie schaffen werden.
‘Wie, sie gehen…?’
September 26, 2008
es war wieder 6.50 uhr und ich stand wieder da und wartete.
es war dunkel aber im licht der straßenlaternen konnte man die bunten blätter erkennen, es war herbst und das neue war garnichtmehr so ‘neu’.
mit voller freude auf das was kommen mochte stieg ich in den überfüllten bus, doch erst als die zugtüren im zug zuknallten fing für mich der arbeitstag an, wie immer.
doch heute mal nicht. schule war angesagt und als ich in mein klassenzimmer spazierte noch völlig in gedanken, grinste man mich erwartungsvoll an
na, erzähl!
ja, hallo erstmal…
hey, und jetzt erzähl… wie wars so ,gestern?
ach gott… die frau verwirrt mich….
ich begann zu erzählen und wurde immer wieder durch ein freundliches und freudiges ‘hallo’ unterbrochen.
der raum begann sich zu füllen und mit ihm auch meine freude an all dem.
es waren zwar nur 3 stunden doch wie immer waren diese 3 stunden entspannung und freude zugleich.
wir gehen jetzt noch einen kaffee trinken, hab ja schließlich noch eine halbe stunde!
und da saßen wir zu 3. und waren uns in allen punkten einig.
es war schön.
raus aus der entspannung rein in die arbeit.
ein stapel ordner und papiere lag auf meinem tisch, alle waren da, wie immer.
und nach dem tatendrang kam die pause, wie immer, gut.
zurück und vor meinem stapel sitzend begann ich wieder mit der arbeit, man unterhielt sich und man lachte denn er machte witze, wie immer.
als ich meinen mantel holte und mich aufmachen wollte erzählte er von seinem traum und, dass dieser bald in erfüllung geht.
ach, das wird da unten toll sein.
wie, sie gehen?
ja, ich gehe am 30.12
wohin, wenn ich fragen darf?
weit, weit weg.
er lässt das hier alles hinter sich
und ein weiterer mensch verschwindet von hier und alles wird nichtmehr ‘wie immer’ sein sondern anders.
es wird ruhig werden und das gelächter wird verstummen.
und nichts ist mehr ‘wie immer’.
herr sommer geht im winter.