september
September 6, 2008
bist du denn schon aufgeregt?
nein.
das war gelogen denn in mir brodelte es.
ich stieg aus und ging den weg in richtung eingang.
mit einem verkrampften lächeln betrat ich den raum, ich schien wohl die letzte zu sein.
an meinem jackett hing mein namesschild.
ich blickte in die runde, mit diesen menschen werde ich es also in den nächsten 3 jahren zu tun haben…
nachdem sich alle einen handschlag gaben war die stimmung weniger angespannt. trotzdem merkte man noch ein gewisses schweigen und ein geschauspielertes lächeln.
keinem war richtig klar was ihn/ sie nun erwartet.
man hat es zwar in einem buch gelesen doch die realität sieht immer ein wenig anders aus.
die zeit die früher immer da war verschwand auf einen schlag.
sie werden merken, dass es in der anfangsphase immer sehr schwierig und anstrengend ist.
doch ich war mir sicher, dass ich das auch meistern kann.
aber schon am ersten tag bemerkte ich, dass alles nichtmehr so einfach ist.
ich kam müde und schlapp nach hause, legte mich in mein bett und wollte von niemanden mehr etwas hören oder sehen.
doch die neugierde siegte und so warf ich meine ‘nicht hören & nichts sehen’ vorsätze über bord.
am nächsten tag saß ich wieder an meinem platz, um mich herum 19 andere. doch jemand stach heraus, ich brachte ihn mit meiner vergangenheit in verbindung.
jedesmal wenn er lachte hatte er grübchen. wenn er nachdachte erinnerte er mich stark an mein damaliges gegenüber und seine neugierde glich die eines kleinen kindes .
man sieht sich immer 2 mal im leben…
doch diesesmal war er nicht er.
er sah zwar aus wie er doch er verhielt sich anders.
statt zu schauspielern war er, er selbst .
es ist doch immer wieder erstaunlich wie neue lebensabschnitte veränderungen mit sich bringen.
jedesmal wenn ich ihm von meinem tag erzähle und ihm dinge erkläre strahlt er richtig und erzählt mir seine erfahrungen.
früher konnten wir kaum etwas miteinander anfangen doch jetzt sind wir vor euphorie und begeisterung nichtmehr zu bremsen.
gestern abend kam er in mein zimmer und setzte sich zu mir. gemeinsam schauten wir forrest gump und als der film zuende war begann ich von meinem tag zu berichten. er hörte aufmerksam zu und war erstaunt und beeindruckt.
ich bin stolz auf dich!
das sagte er nicht oft. aber jetzt. und das erfüllte mich mich freude und stolz.
sie kam hinzu und blickte uns beide an.
das letzte mal saßt ihr so zusammen da warst du noch klein und er las dir etwas vor.
ich bin stolz, froh und gespannt.
und ich freue mich viel mehr über lieb gemeinte worte als über materielle dinge. doch das lernt man immer erst später.